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Jochen Krehnke - ehemaliger Lehrer aus Springe - schreibt über das Bildungschaos in Deutschland !

Jochen Krehnke, ehem. Lehrer aus Springe über das Bildungschaos in Deutschland

Schulsysteme   in    Deutschland  -  keine  Reform  in Sicht    ?

oder

Bildungschaos in Deutschland - macht dies Mut  den  potentiellen  Eltern  ?

oder ?

                        Jochen  Krehnke

                        Dipl.-Ing:;    

                        GHRS     i.R.

                        Erfahrungen aus 35 Jahren Schuldienst

                        + eigene Schulzeit in NRW in  Düsseldorf    ,   Studium   FHS

                        Bad -Württ.  -  Lehramt-Studium

                                           -  3 Jahre Schuldienst

                        30 Jahre Niedersachsen,  Realschullehrer-Prüfung

Ein Konzept,    zur Ausgestaltung

und  für  die Rückmeldung,    wer  gibt  negative Erfahrungen aus der  Schulzeit weiter ??

0.  Vorwort

    

     u.a.

     Wenn durchgängig und der Einfachheit halber grammatikalisch  nur eine  Geschlechtsform

     der Wörter gewählt wurde,   gilt diese selbstverständlich inhaltlich für  webliche und

     männliche Personen und Dinge.

     Einen herzlichen Dank  den vielen Informationen aus den Reihen der ehemaligen Schüler;

     sowie vielen   Eltern über die Anspruchshaltung von Schule und Unterricht;   sowie den

     Zeitzeugen aus der ehemaligen DDR,  einigen aktiven Lehrer/innen in diesem etwas

     anderen.System

1.  Einleitung                                        

     Ist schon jemand von Ihnen oder kennen Sie jemanden,  der mit seinen schulpflichtigen

    Kindern beruflich von einem Bundesland in ein anderes umgezogen ist. ?

    Beruflich sollen wir ja flexibel und mobil sein,   aber genau hier sind wir nicht gerade

    kinderfreundlich.

    Wir muten Kindern eine andere Schulstruktur zu,  ein Umzug wird zum Wagnis;  u.a.

    sind es die anderen Schulbücher,   andere Lehrpläne,  teilweise heißen die Fächer

    anders,   und die Lehrer sind anders ausgebildet.

    Deutschland hat nicht ein Bildungssytem,  sondern   16   in 16 Bundesländern.

    Es existiert kein Bundeskultusminister, sondern 16  Landeskultus (oder Schul-) 

    Minister,   nach jeder Landtagswahl  wird je nach Regierungsparteien  das

    Schulgesetz geändert,  um anderen  Schulen Priorität zu geben.

    Oberste Institution ist die Ständige Konferenz der Kultusminister, eine Einigung

    erfolgt meistens nur auf dem Niveau  des kleinsten Nenners.

    Ist dieses Bildungschaos etwa so gewollt,  oder nur zufällig ?    Verstößt

    diese  Unterschiedlichkeit gar gegen den Freizügigkeitsgrundsatz  der   EU ?

    Fast täglich werden aus einer der 16 Kultusbürokratien sogen.  "Neuerungen"

    veröffentlicht,  die leider nicht für eine Einheitlichkeit,  sondern eher für ein

    weiteres Auseinanderdriften der einzelnen Bildungsssysteme sorgen.

    Derzeit merken es - oder wollen es -  sowohl die höheren Beamten als auch

    die zuständigen Politiker nicht mehr.   Die Ergebnisse der vielen Untersuchungen

    (u.a.  PISA,  OECD, Timms IGLU,  ...)    werden als Angriff auf den Bildungs-

    föderalismus gesehen,   auch wenn festgestellt wid, dass dieser überholt ist

    und abgeschafft werden müsste.

    Es warnen nur noch vor dieser Fehlentwicklung einige Erziehungswissenschaftler,

    Pädagogen,  und Fach-Journalisten,  die sich trauen,  die Wahrheit in der

    Entwicklung auszusprechen.

    Symptome werden von Politikern vielleicht erkannt,  aber die Therapie neigt zum

    Herumdoktern,  und der Patient "Bildungssytem"  wird nur noch kranker.

    Unsere Bildungssyteme siechen dahin.

    Wir brauchen uns nur einmal in die Geschichte der Entstehung dieses

    Bildungssytems begeben, um zu sehen,  das es vor  200/250 Jahren als

    selektives System  (Nicht fördern, sondern auslesen)   entstanden ist.

    Gut gemeinte Untersuchungen und Ratschläge haben es nicht vermocht,

    diesen Zustand entscheidend in ein soziales Bildungsystem zu verändern.

    (u.a.   Georg Picht,  Die Bildungskatastrophe,  1964;    Bildungsgesamt-

    plan   1973;    und immer noch aktuell !)

    Die Aufbruchstimmung zu einem sozial-integrativen Bildungssystem in den

    70-er Jahren wurde von der Politik nicht genutzt,  im Gegenteil:  diese wurde

    bekämpft,  bis heute  ganz aktiv ist der Philologenverband weit davon

    entfernt,  ein anderes Bildungssytem des gemeinsamen Lernens  an Stelle des

    oder neben dem  Gymnasium überhaupt anerkennen.

    Wie ein Beispiel der vergangenen Jahre zeigt,  existiert in Deutschland eine

    elitäre Schicht von Eltern  (aufstiegsorientierte Mittelschicht),  die sich jeder

    sozialen Veränderung unseren Schulsystems lautstark widersetzen. (u.a.

    das Beispiel  Hamburg,   die Initiative   "Wir wollen lernen"  gegen die

    sinnvollen Reformen einer verlängerten Grundschulzeit,  mit Hilfe einiger

    konservativ- restaurativer Medien wurde diese Reform zunichte gemacht).

    dabei schaden sich diese Schichten selbst,  denn letztendlich verhindern

    sie  das Lernen  zu  Teamarbeit  aller Schichten,  die Solidarität  kommt zu

    schaden.

    Wie heißt es in einem Lied der 60-er Jahre  "Spiel nicht mit den Schmuddel-

    kindern"  (F.J. Degenhardt)

    Finnland hat in den 70-er Jahren sein Bildungssytem so umgestaltet, dass es

    die heutige erfolgreiche Gestalt annehmen konnte   ---   und wo kamen die

    Ideen für diese Umgestaltung her ---   durch das Hineinsehen und die Übernahme

    von Strukturen  aus der Polytechnischen  Oberschule der DDR.

    (eine Schule für Alle von  Klasse 1 - 10)

    Nach der ersten PISA - Veröffentlichung im Jahre 2001 fand einige Jahre der

    Finnland - Tourismus von Politikern,  Wissenschaftlern und Pädagogen statt,

    dieser hat aber zu keinen grundlegenden Veränderungen bei uns geführt.

    Außer Spesen keine Folgen.

    Finnland spart an seinem Bildungssystem nicht mit  Investitionen an Material

    und fachlich ausgebildeten Personen,  und hat Erfolg.   

    Diese Bildungsinvestitionen hält Deutschland für unnötig,   wir lassen Reserven

    und Potential  verkümmern.

    In den 70-er Jahren,  als der Bildungsgesamtplan (1973) der Bund-Länder-

    Kommision eine einheitliche Sekundarstufe I  bis zu Klasse 10 für Alle forderte, 

    ging ein Aufschrei durch konservative Politiker, die nicht vom Gymnasium

    lassen wollten.   Mit ideologiebesetzt wurde die Gesamtschule abgeurteilt.

    Heute erscheint mit diesem Festhalten am  selektiven Gymnasium

    genau das Umgekehrte eingetreten zu sein:  ein ideologiebesetztes

    Gymnasium,   das für in der Kinderentwicklungspsychologie sich langsamer

    entwickelnden  Kindern und Jugendlichen so gut wie verschlossen bleibt.

    Hieraus ergibt sich  ein Zusammenhang zwischen Bildungs- und Sozialpolitik,

    ohne Bildungs-  keine  Sozialpolitik,  ohne Sozial- keine Bildungspolitik.

    Und heute zu sagen,  für bildungspolitische Änderungen sei kein Geld mehr da,

    ist Sparen am falschen Fleck  und das Absägen des Astes,  auf dem wir alle sitzen.

    In immer kürzeren Abständen warnen die Industrieverbände vor einem Fach-

    kräfte - Mangel  in Deutschland.     In der GIT -Labor-Fachzeitschrift (279)  schreibt

    der Leitartikler:  "Deutschland ist weltweit hochanerkannt, wenn es um die Qualität

    der Ausbildung,  der 'Erzeugung' von Fachkräften, geht.  Umso dümmer erscheint

    es mir,  wenn wir an der Qualität der Ausbildung  'sparen'  wollen, sei es bei

    Kindergärten,  Schulen oder Hochschulen."

    "Durch die Tatsache,  dass die Gehälter in Deutschland niedriger sind, wandern

    insbesondere die Spitzenleute bereits heute vermehrt ins Ausland ab."

    Verschleudern wir hier nicht Potential,   besonders durch das frühe Selektieren

    der Kinder nach der  4. Klasse ?     Durch die Rohstoffarmut in Deutschland

    ist es eine  Vernachlässigung von  "Humankapital".

    In einem kürzlichen Interview der Berliner Zeitung mit der neuen Bildungsministerin

    Johanna Wanka  zeigte diese kein Konzept auf die dringendsten bildungspolitischen

    Fragen, sondern eher ein Durchwursteln von Bundestagswahl zu Bundestagswahl.

    Johanna Wanka sowie die Bundeskanzlerin Angela Merkel sind in der DDR durch

    die 10-klassige Polytechnische Oberschule  in ihren Begabungen gefördert

    worden,  und sie haben scheinbar die Vorteile  dieser Schulstruktur für die

    Schüler völlig vergessen.

    Wenn Wanka sagt,  "die Länder haben die Freiheit, ihr Schulsytem selbst zu

    gestalten" (280),  so zeigt sie Ignoranz für eine Einheitlichkeit.   Oder weiter, "eine

    Einigung im Bereich der Schulpolitik ist nicht in Sicht - es gibt ja noch nicht

    einmal eine gemeinsame Position der Länder",  so ist dies ein Armutszeugnis.

    Die Ständige Konferenz der Kultusminister  (SKdK)  einigt sich lediglich auf die

    kleinsten gemeinsamen Nenner,  so vor kurzem  auf  ein  angeblich "einheitliches

    Abitur",   dass sich bei näherem Hinsehen entpuppt  auf die "Einigung"  auf

    vier Fächern  (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik)  sowie   nur

    sechs Bundesländer;   und dann auch noch auf einen Aufgabenpool,  der

    freiwillig  ist.

    Wie Sie sicherlich merken, lieber Leser,  wollen wir in unserer Dokumentation

    einen Abriss geben der letzten  40 Jahre und deren Fehlentwicklungen bzw.

    politisch bewusst verpasster Chancen für einen Umbau unseres Bildungssystems

    in ein  sozial- integratives.

    Entscheidendes Datum war die "Wende"  nach 1989,  die keine bildungspolitische

    Wende war,  sondern das Ausbreiten des restaurativen  sozial- selektiven

    Bildungssystems auf Gesamt - Deutschland.

    Die Polytechnische Oberschule der DDR war sozial- integrativ;   der Anspruch

    auf einen Kindergarten- und Kinderkrippen-Platz war sozialmäßig gegeben.

    Dieses  Bildungssystem musste nach der Wende erst einmal zerschlagen

    werden:   es war zu sozial.

    Aber genau diesem sozialen System und den darin aufgewachsenen Menschen

    haben wir das Ende der diktatorischen Regierung der DDR zu verdanken.  Die

    meisten Menschen waren solidarisch gegen die eigene Regierung und ließen sich

    i.d.R.  nicht selektieren.

    Wir wollen außerdem aus unseren Erfahrungen  in und mit Schule berichten,

    sowie  mit  der Arbeit   um  die Schulpolitik aus einem  Landeselternbeirat.

    In anderen Bundesländern heißt er  einfach  Landeselternrat; 

    die Arbeit   in, mit,   und um Schule ist oft sehr ermüdend,  da gute Ansätze

    und Vorschläge   verworfen, zerdiskutiert,  kommisioniert,   vertagt werden.

    Das  Nichtverändernwollen  überwiegt immer noch.

   

    

3...Geschichtlicher Überblick der Entstehung von Schulstrukturen auf        

deutschem Boden

Vor 200 Jahren:                                                                                   

J.H.Pestalozzi hat damals schon "moderne Pädagogik "   ausprobiert.

SZ  23.3.10 

      Zucht und Ordnung

17. Jahrhundert  --  Erziehungssytem --  Internate und Pfarreien (Kirchenschulen);  Lateinschulen

     SZ  20.7.10

Klassenkampf und Kleinstaaterei

4.   Bund - Länder - Kommission                                                             

Bildungsgesamtplan  1973

Aufbruchstimmung der 70er- Jahre zu einem einheitlichen Schulsystem, der

Gesamtschule,;  aber nicht in allen Bundesländern   (politische Trennung in   SPD  -  oder

CDU - geführte  Bundesländer)                                          

5.   Entwicklung der vergangenen  40 Jahre                                                      

nach 1989:   Verschlafene Entwicklungen

                   Einsetzen der Restauration                                                    

  Einführung der Orientierungsstufe in Niedersachsen  1978 - ein Fortschritt    

Auflösung der            "                           2004 - ein restaurativer Rückschritt

                  

                                                                       

6   Grundschulempfehlungen:   am Ende der 4. Klasse;  verbindlich, unverbindlich

Beispiele  Niedersachsen,  Bad -Württemberg ( Verbindlichkeit abgeschafft     

ab  2012)

7    Beispiel:  Fächerübergreifender Unterricht in  Bad.-Württemberg  und dessen

Wirklichkeit,                                                                                             

8   Nachhilfeunterricht   als  Bildungsindustrie für gewisse Schichten               

9.    Frühe Selektion im Schulsystem und keine Änderung in Sicht ?                    

    Sozialstruktur in Deutschland

           als Folge der selektiven Bildungsstruktur                                           

           als Folge der Vielstaaterei

 Wer zur Elite gehört,  bestimmt in Deutschland die Herkunft

Dieses Land verschenkt Bildungsreserven  und Potentiale.  Kein Kind der Gesellschaft darf

verloren gehen

10.    Die Schulstruktur  der   DDR                                                                       

Die polytechnische Oberschule als Vorbild für eine Schulstruktur                    

                    (austauschbar sind die Inhalte)

11.    Unterschiedliche Lehramtsausbildung in den einzelnen Bundesländern           

12.    Forderung der PISA,  TIMMS, IGLU,  OECD - Untersuchungen                      

13.    Zeiten von Lehrerarbeitslosigkeit in Deutschland -  in Zeiten von Besetzungsmangel

in den naturwissenschaftlichen Fächern (Lehrermangel)                                            

14.    1988   "Zweigliedrig"  oder Abschied von der Gesamtschule   (Klemm/Rolff)           

15...."Lernen hat etwas mit Anstrengung zu tun"  ist altes und immer noch aktuelles     

Prinzip der Pädagogik.

Alleine Spiel reicht nicht aus.

Pädagogisches Arbeiten bedeutet:  Die Schüler  zu ihrem Glück zwingen - ohne dass

sie es merken.

16.    Deutschlands Halbtagsschule    kontra  Ganztagsschule im übrigen Europa         

 

        Ganztagsschule  muss Verpflichtung für alle werden

17.    Finnische Schulen

Es geht immer um Förderung, nicht um Auslese

18.   Die Anzahl der bildungspolitischen Artikel oder/und Sendungen nach dem PISA-Schock

2000  ist heute stark zurück gegangen.

Der Status Quo wird Deutschland ins Abseits  schieben -  und dann ist es kaum mehr

reparabel.

19.     16 Bundesländer:

Jedes Bundesland regelt den Übergang auf weiterführende Schulen anders.

Nicht nur die Übergänge,  Bezeichnungen und die Bildungsstandards sind unterschiedlich.

Probleme beim Umzug von Eltern mit schulpflichtigen Kindern in andere Bundesländer,

Beispilele    Niedersachsen /Bremen   ------    Bayern

                  Bad,-Württemberg     ----     Bayern

                 an den Bundesländer-Grenzen:       "Bildungsflucht" über die Grenzen

SZ   30.4.10

     100 Lehrpläne -  96 verscheidene Schularten

20.    Tagesspiegel  25.6.06

21.      frühkindliche BIldung

Lehrplan für den Kindergarten                                                                                          

Kindergarten für Alle !!!             kein Betreuungsgeld

u.a.    Einführung des Orientierungplanes (OP)  in Bad.-Würrtembergischen Kindergärten 2009/10

         Die angestrebte Verbindlichkeit des OP zur Förderung am Kind wurde von der Politik

         nicht unterstützt.

22.     Forderung nach einer einheitlichen Erzieher/innen- Ausbildung

  Änderungen  z.B.  in Richtung mathematisch-. naturwissenschaftliche Bildung

23.   Bildung ist kein Produkt                                                                                                 

Sie braucht  Zeit   und    Zuwendung

24.    Niedersachsen  HAZ  25.5.09

Rechnungshof fordert:         Schulen schließen , aus Kostengründen   ---

ohne Rücksicht auf Eltern, Schüler und Lehrer

WDR  Westpol   28.2.10

25.    Nur 5  von 16 Bundesländern halten an der Hauptschule fest -  wie lange noch ?          

                                                                                                                       

Vor fast 25 Jahren erschien die Untersuchung aus dem Institut für Schulentwicklungsplanung an der

Uni Dortmund  von Ernst Rösner   " Abschied von der Hauptschule - Folgen einer verfehlten

Schulpolitik"    Fischer Tb  1989    (5)   ähnlich   schon einige Jahre vorher  Klemm / Rolff / Tillmann  (4)

1985   "Bildung  für das Jahr 2000"

Die Hauptschule ist mittlerweile abgestorben -  abgewählt durch die Eltern.   Aufgehalten wird  sie

krampfhaft   durch Umbenennung  (also Etikettenschwindel),    in Bayern heißt sie "Mittelschule",

in Bad.-Württ.  "Werkrealschule",    in Niedersachsen unter einem Dach mit der Realschule

"Oberschule",  und in der Kooperativen Gesamtschule,  in der es getrennte Hauptschul-, Realschul-

und  Gymnasialklassen gibt.

Zu retten ist sie nicht mehr.

Heute sind wir soweit in einem fast zweigliedrigen Schulmodell,   das Gymnasium  soweit parallel

dazu   Realschule,  Gesamtschule,   neu in Bad.-Württ.   die Gemeinschaftsschule.

Abgewählt wird die Hauptschule durch die Eltern, die für ihre Kinder das beste wollen,  nämlich

eigentlich den besten Abschluss,  das Abitur.     Es werden wohl keine 20 Jahre vergehen,

in denen das Gymnasium in bestimmten Wohnbereichen zur Regelschule geworden ist.

Und wenn nicht,   so ist die  Gesamtschule schon da.

26.      Seit Einführung   Bachelor / Master - 

Viele Lehrer - ja die Mehrzahl -  wollen nur an das Gymnasium  -  wegen der höheren  

Besoldungseinstufung

27.      Chaos an den Hochschulen durch die Einführung des Bachelor / Master

Verschulung des Studiums

28.     Naturwissenschaftliche Lehrer sind kaum zu finden

Grundschullehrer werden in Bad.-Württ   rar

29.     Das Gymnasium   -    wird es die  "Hauptschule" ?

       Immer wieder höre ich aus den  Gymnasien,  dass mit einer schöngefärbten  Lehrerstatistik

       von   100 %    trotzdem  Unterricht ausfällt.

       Nur jede zweite Unterrrichtstunde wird nach Stundenplan gehalten.

       Wie aus Nachrechnungen   der  GEW  ersichtlich,   ist eine   derartig  schöngerechnete

       Statistik   erst   mit 120 %    Lehrerversorgung    garantiert   einen  Unterricht   mit

       100 %   Erteilung.    Es ist Bildung  mit "Milchmädchenrechnungen",   im Statistik

       "fälschen"  sind sind die Landesschulbehörden  in allen Bundesländern einig.

30.      Thema :  Erziehungspartnerschaft Schule / Elternhaus  ?            nur ein Wunsch ????

                                     Gibt es dies ?   Im Grundsatz steht:  das Erziehungsrecht der Eltern -                    

                                                             aber nichts von Pflicht ???                                

31.     Thema:  Mädchen - und Jungenförderung ?             auch noch getrennt ???            

32.     Thema.  Schülerbeförderung:   stimmt,  Eltern können durch die Schulwahl  neue     

                                           Buslinien  initiieren

         

 33.     Ausblick -  Eine Hoffnung auf pädagogische Vernunft bei den Politikern

          Bisher hat die Bildungspolitik  der einzelnen Länder  lediglich  auf  Entwicklungen

          reagiert,   nicht agiert.    Nach der Wiedervereinigung der beiden Deutschlands  wurde

          bildungspolitisch  -  ohne Überprüfung von Bildungspolitikern  -  wurde im Osten  das

          dreigliedrige Schulsystem eingeführt werden,  realisiert wurde ein zweigliedriges

          Schulsytem, da die Hauptschule im Osten nicht mehr durchsetzbar war.

         

         Damit nicht wieder in 20 Jahren -  wenn sich die Realschule in Auflösung befindet -

         wieder nur reagiert wird.    muss die Politik   heute entscheiden;   ich mag aber nicht

         vorhersagen,   ob die Ständige Konferenz der Kultusminister hierzu noch in der Lage sein

         wird.

        Wir benötigen dringend  die Bildungskompetenz  des Bundes,  um überhaupt

        überall gleichlautende Lehrpläne für die einzelnen Fächer zu erstellen.

        Wir benötigen dringend  die  verpflichtende Ganztagsschule (bis  16 Uhr)  - wie in anderen

        Staaten auch.  Nur dann sind die Lehrinhalte bis zum 10 Schuljahr sowie bis zum 12.

        Schuljahr (Abitur)  zu verwirklichen.

        Es muss bei der Entscheidung  zu einer Schule  mit   12  Schuljahren bis zum Abitur

        bleiben,    wie in den  anderen  europäischen Staaten auch;  natürlich als verpflichtende

        Ganztagsschule -  mit Mittagessen in der Schule.

        Einrichtung vorn kleineren Klassen bis zu max.  20-22  Schülern.

        Zuweisung einer pädagogisch ausgebildeten  Person (Sozialpädgoge,  Psychologie)   für jede

        Unterrichtsstunde,  die sofort eingreift,   wenn Schüler  Förderbedarf  signalisierren.

        Das Gymnasium wird  die Einheitsschule  für Alle bis zum  10. Schuljahr.

        Nach dem 10. Schuljahr  existiert die Möglichkeit,  in das berufliche Schulwesen

        zu wechseln.

        Einheitliche Lehrpläne für die Lehramtsausbildung,   Schaffung  von einheitlichem

        Eingangsamt  zum Lehrer,    mit Weiterqualifizierung  für die Stufenlehrämter

        Vor-/Grundschule,  Sekundarstufe I,  Sekundarstufe II.

       Aufgehalten soll die Entwicklung  werden durch ein elitäres Denken vieler Gymnasiallehrer, u.a.

       im mächtgen Philologenverband  und deren Kampf um ihre Privilegien.   Nichts geht gegen den

       Willen des Philologenverbandes

       Unsere Kultuspolitiker könnnten dies in andere Bahnen lenken,   ihnen fehlt aber die Kraft /

       die Zivilcourage  dafür,  es zu tun.

       Um die Lehrämter zu vereinheitlichen,   Pädagogisches Handeln   ist mehr oder weniger 

       an allen Schuformen  gleich,   benötigen wir ein einheitliches Einheitslehramt und damit

       eine einheitliche Besoldung.  Wir haben seit ca. 10 Jahren einen  Überschuss an Gymnasial-

       lehrern,  aber viel  zu wenig   Lehrer für die Naturwissenschaften.

       Gymnasien sind total   verkopft,  es wird nur noch für  Klassenarbeiten gepaukt,   sich von

       Klausur  zu Klausur gehangelt.

       Wir müssen uns fragen,  ob die Schule noch - besonders das Gymnasium - die pädagogischen

       Ziele  erreicht, die sie auf dem Papier anstrebt.  Bildet nicht das Gymnasium  Einzelgänger aus,

       die  eigentlich in der Industrie nicht gebraucht werden,  denn dort werden Teamworker dringend

       benötigt ?

       Das Gymnasium entlässt also i.d.R.  ausgebildete Individualisten.

        Die von den EU- Staaten beschlossene Inklusion und die damit folgende Auflösung

        der Sonderschulen  fällt schon wieder  dem angeblichen Finanzierungsproblemen

        Opfer.    Zum Schljahrsbeginn  13/14  wird kein Schüler aus der Grundschule in die

        Förderschule überwiesen;   in der Grundschule  wird für die Förderund dieser

        Schüler lediglich in zwei Stunden / Woche  ein Förderschullehrer  im Unterricht dabie

        sein;   also  es sieht nach Alibifunktion aus,  nicht nach echter Förderung.

        (s. HAZ    586)

        Am  4.8.13  kam eine Information über die Tagesschau (ARD)  in die Öffentlichkeit:

        Laut einer neuen Bertelsmann -  Studie  geht nur jeder  3. Schüler  in eine

        Ganztagsschule;     aber  70 %  aller Eltern von schulpflichtigen Kindern wünschen

        sich diese Ganztagsschule. Es gibt krasse Unterschiede:    In Sachsen gehen  80 %

        in eine Ganztagsschule,   in Bayern nur  11 %.   (s.  587   SZ)       

        Leider ist die Ganzstagsschule  nur freiwillig,  und nicht verpflichtend.   Um gleiche

        Chancen für alle zu gewähren,  müsste also die Ganztagsschule für alle

        verpflichtend sein.

Literatur

I     Verwendete   Literatur:

      u.a.    Mollenhauer,   Klemm, Rolff,  Allmendinger,

               Rösner,  Hradil,  PISA,  OECD,  IGLU,   Shell,

               Bildungsbericht 2012,  u.a.       usw.

II    Presseartikel   (ab   1982 -   Heute  

      über 750   Zeitungsartikel   von  1982  bis  heute

SZ     Süddeutsche Zeitung

NDZ   Neue Deister Zeitung Springe

DWZ /Dewezet   Deister Weser Zeitung Hameln

HAZ  Hannoversche Allgemeine Zeitung

HNP  Hannoversche Neue Presse

RP    Rheinische Post Düsseldorf

NWZ  Nordwestzeitung Oldenburg

BZ     Berliner Zeitung

NZZ    Neue Zürcher Zeitung

taz     Tageszeitung

ND     Neues Deutschland

FR     Frankfurter Rundschau

FAZ   Frankfurter Allgemeine Zeitung

GEW  Gewerkschaft Erzeihung und Wissenschaft

  .......

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Tags : Jochen Krehnke, Lehrer, Springe, Bildungschaos Deutschland

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